Frage von chrisbvb09: Bin ich nur extrem schüchtern oder habe ich schon eine soziale Phobie?
Ich bin ein sehr schüchterner Mensch, besonders Fremden, aber auch Verwandten (die mir nicht so besonders nahe stehen) gegenüber. Meiner Mutter gegenüber oder meinen wenigen Freunden zum Glück nicht, dass ist die einzige Ausnahme. Bei mir äußert sich das in vielen Formen. Gehe allgemein nicht besonders gern raus, hab große Angst, zusätzlich zu meinen bisherigen Freunden weitere neue Leute kennenzulernen, vor allem eine Frau (Bin 20 und hatte noch nie eine Freundin, zumindest nicht in Sachen Liebe/Beziehung). Ich bekomme schon Angstgefühle, wenn draußen irgendwelche Jugendlichen noch weit entfernt grölen. Besonders große Angst habe ich vor Jugendlichen, dass die mich eventuell unterwegs/in der Bahn anmachen oder auslachen könnten, allgemein habe ich das Gefühl, von den Leuten kritisch beäugt zu werden. Ich gehe nicht aus, in Discos gehen würde mir nicht mal im Traum einfallen. Geh nicht raus, wenn es nicht unbedingt sein muss. Fühle mich hässlich… Mein Arbeitsleben ist dadurch auch sehr eingeschränkt. Sämtliche Jobs, in denen man mit Kunden zu tun hat, kann ich nicht ausführen, ich kann wirklich überhaupt nicht mit fremden Menschen. Das Problem ist, das fast jeder Beruf mit Menschen/Kunden zu tun hat… Hab während meiner Ausbildung schon solche Situationen während eines Praktikums gehabt. Ich besitze keinerlei Redegewandheit und wusste gar nicht, was ich dem Kunden sagen soll, weil mir vor Angst plötzlich immer ein “Blackout” kam. Hab mich in solchen Situationen sichtlich unwohl geführt. Auch telefonisch kann ich nicht mit Kunden, es macht keinen Unterschied, ob ich sie “nur” am Telefon habe oder ihnen direkt gegenüber stehe. In zahlreichen Bewerbungsgesprächen konnte ich mich nie durchsetzen, trotz intensiver Vorbereitung darauf, weil meine Angst sich den Personalern gegenüber nicht verbergen lässt, irgendwie merken sie es doch immer. Ich habe einen guten Realschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung und habe eine super Rechtschreibung, weshalb ich durchaus nicht selten zu Bewerbungsgespräche eingeladen werde. Aber diese Bewerbungsgespräche “brechen mir dann immer das Genick” und man entscheidet sich für jemand anderes. Ich bekomme bei Bewerbungsgesprächen Magenkrämpfe und schwitzige Hände. Einmal hat man mich sogar direkt auf meine Schüchternheit angesprochen, das war mir voll peinlich. Bin seit etwa einem Jahr, also seit Ende meiner Ausbildung arbeitslos. Zur Zeit trage ich Zeitungen auf geringfügiger Basis aus, dass ist das einzige, wo die mich überhaupt wollten und so kann ich wenigstens etwas tun, will definitiv nicht auf der faulen Haut liegen! Aber das ist ja nix auf Dauer. Des Weiteren habe ich noch einen Händewaschzwang, den ich kaum unterdrücken kann. Zu meiner Vergangenheit: Ich wurde als Kleinkind von meinem Vater geschlagen. Meine Eltern haben sich, als ich 8 Jahre alt war, getrennt, ich bin bei meiner Mutter geblieben, mit der ich bis heute zusammenlebe. In der Schule hatte ich auch große Probleme, wurde täglich gemobbt und war heilfroh, als ich die 10.Klasse endlich überstanden hatte. Zuhause macht mir aber bis heute meine Mutter das Leben zur Hölle. Ich muss zuhause alles machen. Sie respektiert meine Privatsphäre nicht, kommt dauernd unangemeldet in mein Zimmer, kontrolliert mein Handy, usw., trotz mehrmaligem Zureden unterlässt sie das einfach nicht. Außerdem motzt mich meine Mutter schon immer quasi chronisch an, es herrscht Dauerstreit. Ich will endlich ausziehen, aber ich kann nicht. Da ich eine schulische(!) Ausbildung+unbezahltes Praktikum gemacht habe, werde ich noch mit meiner Mutter als eine Bedarfsgemeinschaft gezählt. Das heißt, ich habe unter 25 keinen Anspruch auf Hartz IV und auf eine eigene kleine Wohnung. Ich will aus der Hölle hier aber einfach nur noch raus und kann nicht! Bin echt am verzweifeln wegen dem U25-Gesetz, das ist für mich das größte Verbrechen, was die „BRD-Regierung“ jemals beschlossen hat. Grundsätzlich steht zwar der Gedanke, dass die Ämter nicht jedem eine Bude einfach so geben, sondern die Eltern für den Unterhalt sorgen müssen, dass ist sicherlich richtig, aber sie müssen auch bedenken, dass bei weitem nicht jeder ein gutes Verhältnis zu den Eltern hat und manche deswegen zuhause die Hölle durchmachen müssen. Selbst wenn man rausgeschmissen werden sollte, kann man keinerlei Hilfe vom Amt erwarten, nur weil man 25 ist… War schon beim Amt und habe einen Antrag auf Auszug unter 25 im Sinne von Härtefall gestellt und habe denen ausführlich meine Situation geschildert. Das Amt aber meinte, es sei kein Härtefall, da ich ja nicht geschlagen werde und deshalb hab ich eben Pech gehabt. Abgelehnt… Aus eigenen Mitteln können meine Eltern mir auch nicht mal eine 1-Raum-Wohnung finanzieren, da sie beide wenig verdienen. Ich kann also nicht ausziehen. Zu meinem Vater kann ich auch nicht, weil er ein Schläger ist und eh noch nie Bock auf seine Kinder hatte.
Beste Antwort:
Answer by omania
Bei DEM Fragetext: soziale Phobie und andere Phobien, kumulativ!!!
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